Dresden, 27. Oktober 2026 (tpr) – 16 Gastronomiebetriebe in ganz Sachsen setzen bei den ersten Sächsischen Weidelamm-Aktionstagen vom 1. bis 15. November 2026 Lamm von sechs regionalen Schaf- und Ziegenbetrieben auf die Karte. Die Aktion zeigt, wie eng Genuss, Schäferhandwerk und Landschaftspflege zusammenhängen.
Initiator ist die Bio-Regio-Modellregion Oberes Elbland, ein gemeinsames Projekt des Umweltzentrums Dresden e. V., des Anbauverbands Gäa e. V. und des Ernährungsrats Dresden und Region. Schirmherr ist der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch. Der DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Sachsen e. V. (DEHOGA Sachsen) unterstützt die Aktionstage als Partner. Bei einem Pressetermin am Dienstag in der Landespressekonferenz Dresden haben die Beteiligten das Vorhaben vorgestellt.
Georg-Ludwig von Breitenbuch, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, sagt: „Schafhaltung und Weidewirtschaft leisten einen unverzichtbaren und vielfältigen Beitrag zum Erhalt unserer sächsischen Kulturlandschaft. Sie bewirtschaften und halten Flächen offen, fördern die Artenvielfalt und unterstützen damit z.B. auch den Hochwasserschutz. Deshalb gehören für mich auf sächsische Teller auch die hochwertigen Produkte sächsischer Schafe.“
2025 zählte das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen 71.800 Schafe im Land – mehr als 74 Prozent weniger als 1990. Dabei halten die Herden wertvolle Lebensräume offen: Für 6.800 Hektar naturschutzrelevante Weideflächen erhalten die Schäfereien gezielt Fördergeld vom Freistaat.
Tom Umbreit, Geschäftsführer des Umweltzentrums Dresden, sagt: „Restaurants, die regionales Weidelamm anbieten, geben nicht nur dem traditionellen Schäferhandwerk eine Zukunft, sondern auch den artenreichen Naturwiesen, die auf die Pflege durch Schafherden angewiesen sind. Die Weidelamm-Aktionstage zeigen, wie verantwortungsvolle Produktauswahl regionale Wertschöpfung und Umweltschutz zusammenbringen.“
Schafe fressen die Triebe junger Gehölze und verhindern so, dass Wiesen verbuschen. Dabei gehen sie deutlich schonender vor als Maschinen: Mit ihren Hufen schaffen sie Platz für einjährige Arten, in ihrem Fell tragen sie Samen von Fläche zu Fläche. So bleiben artenreiche Lebensräume für bedrohte Pflanzen, Vögel und Insekten erhalten. Gleichzeitig tragen sie zur Biotopvernetzung bei.
Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen, sagt: „Für Sachsens Gastgeber sind die Aktionstage eine echte Chance. Restaurantbesucher fragen heute immer häufiger, woher ihr Essen kommt – mit regionalem Weidelamm können sie die Geschichte hinter dem Gericht erzählen. Und die Aktionstage setzen dafür einen guten Anfang. Hier wachsen Beziehungen zwischen Küche und Weide, die über Jahre tragen sollen. Wir rechnen fest damit, dass weitere Betriebe dazukommen – jeder Interessierte ist herzlich willkommen, sich anzuschließen.“
Frank Ringling, Schäferei Ringling in Dresden, sagt: „Lamm aus Sachsen ist ein hervorragendes Produkt. Die Tiere stehen ganzjährig auf der Weide und ernähren sich überwiegend von frischen Gräsern und Kräutern. Ihr Fleisch kommt auf kurzen Wegen direkt in die Küche. Jeder Gast, der in diesen Wochen sächsisches Weidelamm bestellt, kann nicht nur hervorragend genießen, sondern leistet auch einen Beitrag dazu, dass es unsere Herden auch in Zukunft gibt.“
Für viele der beteiligten Restaurants sind die Aktionstage der Einstieg in das Thema Lamm aus der Landschaftspflege. Das Fleisch liefern unter anderem die Schäferei Drutschmann, die Schäferei Pietzsch gemeinsam mit dem Vorwerk Podemus und die Schäferei Ringling.
Folgende Gastronomiebetriebe beteiligen sich:
• Dresden: Almuts Cafékunstmode, Restaurant Brennnessel, Restaurant Daniel, Restaurant Wintergarten im Maritim Hotel Dresden, Schmidt’s Restaurant
• Bautzen: Restaurant Lubin im Best Western Plus Hotel Bautzen
• Bischofswerda: L'Auberge „Gutshof“
• Eibau: Beckenbergbaude
• Freital: Brasserie Ehrlich, Rollmopsschänke
• Freiberg: Gasthof Halsbach, Automaten von NAF - New Age of Food
• Friedersdorf: Lindners Grenzschänke
• Obergurig: Restaurant Gaumenkitzel in der Alten Wassermühle
• Tannenberg: Waldgasthof & Hotel „Am Sauwald“, Stöckels Genussmomente
Alle teilnehmenden Gastronomiebetriebe und Schäfereien sowie Hinweise zur Tischreservierung im Aktionszeitraum finden Interessierte unter www.lammundleute.de. ■
Pressekontakt:
Axel Klein, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Sachsen
Telefon: 0351 428 9510
Mobil: 0174 4272789
klein(at)dehoga-sachsen.de
Presseanfragen zum Projekt WeideLamm&Leute/Bio-Regio-Modellregion Oberes Elbland beantwortet:
Sabrina Röttger
Telefon: 0351 4943500
genuss(at)lammundleute.de
Über WeideLamm&Leute:
Hinter „WeideLamm&Leute“ steht die Bio-Regio-Modellregion Oberes Elbland. Sie ist ein gemeinsames Projekt des Umweltzentrums Dresden e. V., des Anbauverbands Gäa e. V. und des Ernährungsrats Dresden und Region. Ziel ist es, die biologische und regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stärken. Mit den ersten Sächsischen Weidelamm-Aktionstagen will die Initiative zeigen, dass regionaler Genuss die Erzeuger vor Ort unterstützt und die Landschaft bewahrt, die Sachsen prägt. www.lammundleute.de
Über DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Sachsen e. V. (DEHOGA Sachsen):
Der DEHOGA Sachsen ist die Berufsorganisation des Gastgewerbes in Sachsen. Er vertritt die Interessen der verschiedenen Betriebstypen in Gastronomie und Hotellerie. Als moderner Branchenverband setzt sich der DEHOGA Sachsen für die gewerbepolitischen Interessen der Branche sowie für eine zukunftsweisende Wirtschaftspolitik ein. Zudem ist der Verband kompetenter Gesprächs- und Verhandlungspartner gegenüber Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist, Gegenwart und Zukunft des Gastgewerbes zu sichern, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe weiter zu verbessern und dessen Ansehen zu fördern. www.dehoga-sachsen.de