Kartaunen, Feldschlangen und Haubitzen: Kanonendonner auf der Festung Königstein

Uniformgruppen, historische Geschütze und Pulverdampf: Auf der Festung Königstein machen am Sonnabend, dem 29. August, mehr als 200 Vereinsmitglieder Militärgeschichte zum lautstarken Erlebnis. Auch die „Starke Auguste“, eine historische Kanone der Festung, zeigt ihre Kraft.

Feuer frei auf der Festung Königstein: Beim „Kanonendonner über dem Elbtal“ lassen Hobbykanoniere originalgetreue Nachbauten historischer Geschütze mit Schwarzpulver donnern. Foto: Festung Königstein gGmbH

Königstein/Sächsische Schweiz, 24. August 2026 (tpr) – Der „Kanonendonner über dem Elbtal“ auf der Festung Königstein ist ein jährliches Highlight für Militärgeschichtsinteressierte im Freistaat Sachsen. Die Mitglieder von Schützen- und Historienvereinen aus dem In- und Ausland zeigen die Nachbauten von Geschützen aus fünf Jahrhunderten in Aktion. Dazu gibt es Parademusik, Sonderführungen, Fotosessions und Einblicke in das militärische und zivile Lagerleben von einst. Die 12. Auflage ist am Sonnabend zu erleben. Mehr als 200 Vereinsmitglieder reisen dafür an. Start ist um 10:30 Uhr mit dem „Aufmarsch der Regimenter“ auf dem Paradeplatz.

„Starke Auguste“ in Aktion

Hobbykanoniere aus sieben Bundesländern und aus Ungarn bringen 20 originalgetreue Nachbauten von Geschützen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert an der Brustwehr vor dem Alten Zeughaus sowie am sogenannten Horn, dem Felsvorsprung über dem Elbtal, in Stellung. Mehrmals täglich feuern sie damit Salutschüsse mit Schwarzpulver ab. Auch die über 300 Jahre alte und drei Tonnen schwere Kanone „Starke Auguste“ aus der Artillerie der Festung Königstein wird gezündet – ein in Deutschland einmaliges Ereignis.

Zwischen den Manövern erklären die Kanoniere Geschichte, Aufbau und Funktionsweise der verschiedenen Kanonentypen. Außerdem errichten sie Zeltlager nach historischem Vorbild. Hier werden sie auch kochen, Waffen putzen sowie militärischen Drill demonstrieren. Bei Fotosessions können sich Besucher mit den Darstellern sowie historischen Persönlichkeiten, wie „August der Starke“ oder „Napoleon“ fotografieren lassen.

Führungen, Musik und Begegnungen

Für Kinder wird um 12:15 Uhr auf dem Paradeplatz die Bonbonkanone gezündet. Dabei können sie lernen, was Lafette, Wischer und Krätzer sind. Um 13 Uhr führt die zweistündige Tour „Festung wehrhaft. Artillerie und Festungsbau“ tiefer in die Militärgeschichte des Königsteins. Die Teilnahme kostet acht Euro. Kinder bis 16 Jahre nehmen kostenfrei teil. Anmeldung und Start sind am Brunnenhaus. Die Führung ist auch am Freitag und Sonntag, jeweils um 13 Uhr zu erleben.

Ergänzt wird das Programm durch Musik: Um 13 Uhr und 15:15 Uhr geben zwei junge Sängerinnen aus Königstein ein kurzes Vokalkonzert in der Garnisonskirche. Höhepunkt ist 16:30 Uhr das Konzert des Vereins „Schlosswache 1757“ aus Glauchau mit zeitgenössischer Militärmusik auf dem Paradeplatz.

Der Verein für Militärgeschichte aus Dresden ist mit einem Infostand vertreten. Einen Auszug aus seinem militärhistorischen Programm präsentiert der Schildbach Verlag für Heimatgeschichte. Gegen 17 Uhr klingt die Veranstaltung mit der Verabschiedung der Regimenter aus.

„Kanonendonner über dem Elbtal“ ist im Festungseintritt enthalten. Das vollständige Programm ist unter www.festung-koenigstein.de zu finden. Für die Manöver empfiehlt die Festung Königstein ausdrücklich einen Gehörschutz. Ohrstöpsel sind an den Kassen und im Museumsshop kostenfrei erhältlich. Für Kleinkinder und Hunde ist die Veranstaltung nicht geeignet. Die Festung und ihre Ausstellungen sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet. ■

Bildarchiv „Kanonendonner über dem Elbtal“:
www.press-area.com/festung-koenigstein/bildarchiv/kanonendonner-ueber-dem-elbtal.html

Herausgeber:
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www.festung-koenigstein.de 

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Über die Festung Königstein:
Die Festung Königstein zählt zu den bedeutendsten Bergfestungen Europas und zu den wichtigsten Kulturzielen in Sachsen. 247 Meter über dem Elbtal erhebt sich die einst unbezwingbare Wehranlage auf einem fast 100.000 Quadratmeter großen Felsplateau eines Tafelbergs in der Sächsischen Schweiz. Das Kulturdenkmal umfasst mehr als 50 ober- und unterirdische Bauwerke aus über vier Jahrhunderten Festungsarchitektur. In interaktiven Ausstellungen und mittels immersiver Erlebnisse, Veranstaltungen und digitaler Angebote vermittelt die Bergfestung ihre rund 800-jährige Geschichte anschaulich, vielfältig und inklusiv. Die Festung Königstein besuchen jährlich mehrere Hunderttausend Gäste aus aller Welt.