Landau in der Pfalz, 26. Januar 2026 (tpr) – Endlich Frühling! Endlich wieder über knirschende Parkwege flanieren, Sonnenwärme im Gesicht spüren und Endorphine tanken. Auch Menschen mit Einschränkungen haben ein Recht auf Frühlingsglück. In einigen Regionen ist die Vielfalt barrierefreier Frühlingserlebnisse besonders groß. Vier Reisetipps für den Start in die Outdoor-Saison.
Lausitzer Seenland: Blütenzauber, Findlinge und ein Hauch von Belle Époque
Winterheide, Narzissen, Wildtulpen, Seidelbast, Adonisröschen: Im Frühjahr zeigt sich der Findlingspark Nochten im Lausitzer Seenland in zarten Farben. Die Anlage, geschaffen aus 7.000 eiszeitlichen Felsbrocken, gehört zu Deutschlands außergewöhnlichsten Parklandschaften. Auch Gartenliebhaber mit eingeschränkter Mobilität können das 20 Hektar große Areal auf ebenen Rundwegen erkunden. Leihrollstühle und Gehhilfen stehen am Eingang bereit. Auch geführte Rundfahrten sind buchbar.
Wasserspiele, Skulpturen und Pavillons im Jugendstil: Ein Hauch von Belle Époque weht durch den historischen Ostdeutschen Rosengarten in Forst (Neiße). Die 1913 eröffnete Anlage mit 10.000 Rosenstöcken auf 17 Hektar ist eine der schönsten Gartenausstellungen in Brandenburg. Rollifahrer können durch barrierefreie Themengärten flanieren. Auch Audioguides und taktile Parkführer sind im Besucherzentrum erhältlich. Tipp: Bis Ende April ist der Parkeintritt frei.
Eine besonders entschleunigte Art, das Lausitzer Seenland zu entdecken, ist eine Alpaka-Wanderung mit Anbieter LAUSITZleben. Die freundlichen Minikamele begleiten mit ansteckender Ruhe durch das Herz der Region rings um Elsterheide. Die Landschaft hat einen spektakulären Wandel hinter sich: vom Braunkohlerevier zum wasserreichen Urlaubsziel. Die Wolltiere lassen sich führen, füttern und streicheln. Insbesondere für Menschen mit kognitiven und Sinneseinschränkungen ist das ein beruhigendes und heilsames Urlaubserlebnis.
www.lausitzerseenland.de/de/erleben/barrierefrei.html
Sächsische Schweiz: barocke Pracht und wilde Felsen
Fast hätte Sachsen sein eigenes Versailles bekommen! Die barocke Prunkanlage nach französischem Vorbild wurde nie vollendet, doch selbst das, was gebaut wurde, beeindruckt. Der Barockgarten Großsedlitz im Nordwesten der Sächsischen Schweiz ist ein Meisterwerk spätbarocker Gartenkunst und blieb bis heute weitgehend im Original erhalten. Es ist Tradition, die 200 Zitrusbäume der Orangerie ab Mai in der 18 Hektar großen Anlage zu präsentieren. Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Narzissen und Hyazinthen schmücken den barrierefreien Park schon ab der Saisoneröffnung am 26. März.
Mit dem Naturwunder Sächsische Schweiz macht das NationalparkZentrum Bad Schandau bekannt. Auf drei Etagen können Interessierte entdecken, wie die wildromantische Felsenwelt entstanden ist und welche seltenen Tiere und Pflanzen hier Zuflucht gefunden haben. Highlight ist die Multivisionsschau im Kinosaal. Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich. Führungen für Menschen mit Einschränkungen sind nach Vereinbarung möglich. Ein Frühlingstipp für Familien ist das „Wollfest“ am 26. April mit Schauspinnen, Schafschur und Filzpuppenspiel.
Auch geführte Wanderungen durch die Sächsische Schweiz sind teilweise barrierefrei möglich. Blinde, sehbehinderte oder mobilitätseingeschränkte Menschen, zum Beispiel, können zwischen April und November mit Nationalparkführer Michael Könemann wandern, der auf Anfrage individuelle Touren zusammenstellt.
www.saechsische-schweiz.de/region/fruehling
www.saechsische-schweiz.de/urlaub/barrierefrei-reisen
Ostfriesland: Küstengrün und Gartenkultur
„Ein uraltes Schloss am Meeresstrand; ein herrlicher Park im baumlosen Land ...“, notierte Theodor Fontane im Sommer 1882 nach einem Spaziergang durch den Schlosspark Lütetsburg an der Nordsee. Bis heute verblüfft das unerwartet üppige Grün in diesem Teil der ostfriesischen Küste die Besucher. Dank weitgehender Barrierefreiheit können Gäste mit und ohne Behinderung auf Fontanes Spuren durch den Park wandeln, der zu den größten und schönsten englischen Landschaftsgärten Norddeutschlands zählt.
Auch die nach „Reisen für alle“ zertifizierte Anlage „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn präsentiert die reiche nordische Gartenkultur. Das 14 Hektar große Areal entführt in 45 verschiedene Szenerien vom Cottage- bis zum Japan-Garten, und zeigt 38 zum Teil international einmalige Pflanzensortimente. Für blinde Menschen gibt es einen Blindenbrunnen, ein Tanzglockenspiel und sogar einen eigens angelegten Mustergarten. Rollstühle, Rollatoren oder Bollerwagen stehen am Eingang bereit.
Ein Geheimtipp ist der beschauliche Küstenort Hooksiel in der Gemeinde Wangerland. Sehenswert sind nicht nur der denkmalgeschützte historische Hafen und ein etwa vier Kilometer langer Sandstrand, sondern auch der „Garten der Generationen“ mit Seniorenspielplatz, barrierefreiem Strandkorb und Baumausstellung. Wenige Geh- und Rollminuten weiter lädt das Künstlerhaus Hooksiel mit Werken der regionalen Kunstszene zum Entdecken ein.
www.ostfriesland.travel/urlaubsthemen/barrierefreier-urlaub
Brandenburgische Seenplatte: Industriekultur und Frühlingserwachen
Mit dem Tretboot durch die Unterwelt eines stillgelegten Walzwerkes fahren: Dieses nichtalltägliche Erlebnis bietet ab April der Familiengarten Eberswalde nordöstlich von Berlin in der brandenburgischen Seenplatte. Gartenkunst, Industriekultur sowie Spiel- und Bewegungsangebote verschmelzen auf dem 17 Hektar großen Areal zu einem außergewöhnlichen Freizeitpark. Wahrzeichen und Publikumsmagnet ist der Montage-Eber-Kran mit Aussichtsplattform auf 32 Metern Höhe. Für Gäste mit Mobilitätseinschränkung gibt es zahlreiche barrierefreie Wege, barrierefreie WCs sowie kostenlose Leihrollstühle.
Industriekultur und Frühlingserwachen ergeben auch an den beiden Schiffshebewerken in Niederfinow eine reizvolle Kombination. Hier, am Rande der weiten und offenen Kulturlandschaft des Oderbruchs, arbeiten Deutschlands ältestes und Deutschlands modernstes Schiffshebewerk Seite an Seite. Tonnenschwere Schiffe werden mit ausgeklügelter Gegengewichtsmechanik fast 40 Meter gehoben und gesenkt. Das neue Hebewerk ist barrierefrei, verfügt über einen Aufzug und kann auch von Rollifahrern besichtigt werden.
Als Perle der brandenburgischen Seenplatte gilt Schloss Rheinsberg. Kurt Tucholsky hat den preußischen Musenhof mit seinem „Bilderbuch für Verliebte“ zu einem literarischen Mythos gemacht. Seine Schokoladenseite zeigt die Anlage vom Wasser aus. Ein romantisches barrierefreies Frühlingserlebnis ist eine Schifffahrt mit der Reederei Halbeck in Rheinsberg. Täglich starten Zwei-Stunden-Touren über Seen und durch Kanäle zum Schloss. Ein Lift zum Oberdeck und ein rollstuhlgerechtes WC sind selbstverständlich.
www.brandenburgischeseenplatte.de
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Pressebereich mit hochauflösenden Fotos zum Thema:
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Herausgeber:
Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland“
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Über Leichter Reisen:
Zehn deutsche Urlaubsregionen und Städte haben sich 2008 zur Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland (seit 2018: Arbeitsgemeinschaft Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland) zusammengeschlossen. Gemeinsam leisten sie Pionierarbeit bei der Entwicklung von Reiseangeboten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Hör-, Seh- und Lernbehinderungen, für Gehörlose und Blinde sowie für Familien und Senioren. Zu den Mitgliedern gehören die Regionen Eifel, Ostfriesland, Sächsische Schweiz, Südliche Weinstraße, das Fränkische, Lausitzer und Ruppiner Seenland, außerdem die Städte Erfurt, Magdeburg und Rostock.
Kooperation mit Deutscher Bahn AG:
Seit 2008 arbeitet die Arbeitsgemeinschaft eng mit der Deutschen Bahn AG (DB) zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation entstanden individuelle Mobilitätspakete bzw. Reiseangebote, welche auf die Wünsche und Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Urlauber abgestimmt sind.
www.bahn.de/reiseziele-barrierefrei
Fördermitglied der Deutschen Zentrale für Tourismus:
Seit 2010 ist die Arbeitsgemeinschaft Fördermitglied der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Die DZT ist das nationale „Tourist Board“ mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie entwickelt und kommuniziert Strategien und Produkte, um das positive Image der deutschen Reisedestinationen im Ausland weiter auszubauen und den Tourismus nach Deutschland zu fördern. Dabei bewirbt sie konsequent die vorbildlichen barrierefreien Angebote in Deutschland.
www.germany.travel