Sonderausstellung „1818 ZEITSPRUNG 2018“ öffnet auf der Festung Königstein

Ab Sonnabend zeigen die Festung Königstein und der Künstlerbund Dresden die Sonderausstellung „1818 ZEITSPRUNG 2018“. Sie präsentiert Caspar David Friedrichs Weltsicht im Spiegel der Gegenwartskunst.

neben der Plastik von Veronika von Appen, "Der große Schritt", 2016, Zweitfassung Gips, patiniert: links: Dr. Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung Königstein gGmbH und rechts: Torsten Rommel, Geschäftsführung Künstlerbund Dresden e. V. Bildnachweis: Marko Förster

Königstein, 22. März 2018 (tpr) – Es ist eines der bekanntesten Bilder der Deutschen Romantik: Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“. Es zeigt die Rückenansicht eines einzelnen Wanderers vor im Nebel liegenden Gipfeln des Elbsandsteingebirges. Der 200. Geburtstag des Meisterwerks war Dresdner Künstlern Anlass, sich mit Friedrichs Schaffen intensiv auseinanderzusetzen. Das Ergebnis ist im Rahmen der Sonderausstellung „1818 ZEITSPRUNG 2018“ ab Sonnabend auf der Festung Königstein zu sehen.

Caspar David Friedrich malte, was ihn bewegte: Die Einsamkeit des Menschen angesichts der Größe, der Erhabenheit und der Unendlichkeit der Natur. „In der atemberaubenden Landschaft der Sächsischen Schweiz fand er Inspiration für seine Bilder. Er gab der Landschaft einen tieferen Sinn“, sagt Dr. Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung Königstein gGmbH. „Wie aktuell seine Themen und seine Auffassung von Landschaftsmalerei sind, beweisen die Arbeiten gegenwärtiger Künstler in der Sonderausstellung. Damit schaffen wir ein Spannungsfeld zwischen der modernen Kunst und der Geschichte, von der die Festung viel zu erzählen hat.“

Schon lange hatte der Künstlerbund den Wunsch, auf der Festung Königstein eine Ausstellung mit Werken seiner Mitglieder zu präsentieren. 2017 rief er dazu auf, sich mit dem Schaffen Caspar David Friedrichs auseinanderzusetzen und diesem eine moderne Entsprechung zu geben. Aus den eingereichten Arbeiten wurden 66 ausgewählt. Darunter Hans Jürgen Reichelts „Frau am Eismeer“, die wie bei Friedrich eine Rückenfigur vor unendlicher Weite zeigt, und Willi Boos‘ „Hommage an Caspar David Friedrich“, das sich mit dem Thema Einsamkeit in der modernen Gesellschaft beschäftigt.

„Die Werke erzählen von Emotionen, die bei uns Menschen ausgelöst werden, wenn wir Natur erleben, die oftmals Ausgangspunkt für die Arbeiten von Caspar David Friedrich gewesen ist“, erklärt Torsten Rommel, Geschäftsführer des Künstlerbundes Dresden. „Das Besondere hier ist die Auseinandersetzung mit Friedrichs Werk mit den Mitteln gegenwärtiger Kunst, mit Methoden und Techniken, die ihm nicht zur Verfügung standen. Und dies von in der Region lebenden Kunstschaffenden, die durch ihren Wohn- und Lebensraum eine persönliche Nähe zur Sächsischen Schweiz haben.“

Die beteiligten Künstler kommen vorwiegend aus Dresden, aber auch aus der Sächsischen Schweiz, Radebeul, Meißen und Bautzen. Es sind zwei Rauminstallationen, 14 Objekte und Plastiken sowie 50 Arbeiten aus dem Bereich Malerei, Grafik und Zeichnung zu sehen. Die meisten Werke sind zwischen 2016 und 2018 entstanden, darunter einige, die speziell für die Ausstellung umgesetzt wurden.

Museumspädagogische Angebote

Im Vorraum zur Ausstellung sind Kinder und Jugendliche eingeladen, sich mit Caspar David Friedrich zu beschäftigen. Vor einem Foto des Gemäldes „Wanderer über dem Nebelmeer“, aus dem die Rückenfigur herausretuschiert wurde, können sie selbst die Position des Wanderers einnehmen und sich fotografieren lassen. Daneben wartet eine Zaubertafel auf einer Staffelei darauf, dass sich Besucher künstlerisch ausprobieren. Schulklassen können das museumspädagogische Begleitprogramm "Kleine Künstler unter Großen – Entdeckungen in der Sonderausstellung" buchen. Nach einer Führung wählen die Kinder ihr Lieblingswerk und gestalten mit Bleistift und Papier ihr eigenes Bild.

„Werkstatt 26“: Kurse und Aktionen zur Sonderausstellung

Parallel zur Schau auf der Festung beschäftigt sich ein Atelier in der Stadt Königstein mit Friedrichs Themen. Die „Werkstatt 26“, die ebenfalls am 24. März eröffnet wird, versteht sich als Raum für künstlerische Arbeit, Präsentation und Begegnung. Geplant sind temporäre Ausstellungen, Kurse, Workshops sowie Aktionen von und mit Künstlern aus Sachsen, Berlin und Hamburg. Geöffnet ist sie jeden ersten Sonntag im Monat sowie zu Veranstaltungen.■

„1818 ZEITSPRUNG 2018“
Caspar David Friedrichs Weltsicht im Spiegel gegenwärtiger Kunst
Sonderausstellung auf der Festung Königstein
24. März bis 7. Oktober 2018
täglich von 10 bis 18 Uhr
Festung Königstein, 01824 Königstein/Sächsische Schweiz
www.festung-koenigstein.de

„Werkstatt 26“
Eröffnung: 24. März, 14 Uhr
Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat, 14 - 18 Uhr (April – Oktober) und zu Veranstaltungen lt. Werkstatt-Flyer
Adresse: Pirnaer Str. 26, 01824 Königstein
Kontakt: werkstatt26(at)gmx.de

Online-Pressebereich mit Fotos zur Sonderausstellung:
www.press-area.com

O-Töne zur Sonderausstellung:
http://www.press-area.com/festung-koenigstein/o-toene/sonderausstellung-1818-zeitsprung-2018.html

Herausgeber:
Festung Königstein gGmbH
01824 Königstein
T: +49 35021 64-607
www.festung-koenigstein.de

Pressekontakt:
Jana Niemann
THIEL Public Relations e. K.
T: +49 351 3148892
E-Mail: presse(at)thielpr.com

Über die Festung Königstein:
Die Festung Königstein ist eine der schönsten Bergfestungen in Europa und gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Sachsen. Eingebettet in die bizarre Felslandschaft des Elbsandsteingebirges thront die einst unbezwingbare Wehranlage weithin sichtbar 247 Meter hoch über der Elbe. Das 9,5 Hektar große Felsplateau ist mit seinem einzigartigen Ensemble aus mehr als 50 imposanten Bauwerken verschiedener Epochen und seiner fast 800-jährigen, in verschiedenen Ausstellungen dokumentierten Geschichte ein Magnet für jährlich fast eine halbe Million Besucher aus der ganzen Welt.
www.festung-koenigstein.de

Über den Künstlerbund Dresden:

Der Künstlerbund Dresden e. V. (KBD) ist mit etwa 450 Mitgliedern und 50 Ehrenmitgliedern nicht nur einer der größten Dresdner Vereine, sondern auch der stärkste ostdeutsche Regionalverband innerhalb des mehr als 11 000 Mitglieder umfassenden Bundesverbandes der Bildenden Künstlerinnen und Künstler. Er vertritt die Interessen der auf den Gebieten der Bildenden Kunst in der Regel freiberuflich arbeitenden Kunstschaffenden und vermittelt und stärkt das Kulturgut Bildende Kunst. Neben der Lobbyarbeit und Interessenvertretung für die Sparte Bildende Kunst, die den wichtigsten Arbeitsbereich des KBD darstellt, tritt dieser mit verschiedenen Projekten und Veranstaltungen, darunter vor allem der KÜNSTLERMESSE DRESDEN, den „offenen ateliers dresden“ und vielen Ausstellungen öffentlich in Erscheinung.
www.kuenstlerbund-dresden.de