Sanfter Tourismus in der Sächsischen Schweiz: Betriebe erhalten Nachhaltigkeitsleitfaden

Die Tourismusregion Sächsische Schweiz stärkt ihr Profil als nachhaltiges Reiseziel. Ein neuer Leitfaden für Tourismusbetriebe bringt Strategie und Praxis zusammen.

Kleines Prebischtor im Elbsandsteingebirge. Foto: Philipp Zieger

Kleines Prebischtor im Elbsandsteingebirge. Foto: Philipp Zieger

Pirna, 9. November 2018 (tvssw) – Das Elbsandsteingebirge, bestehend aus Sächsischer Schweiz und Böhmischer Schweiz, ist ein einzigartiger Naturraum zwischen Dresden und Prag – und ein beliebtes Reiseziel mit mehreren Millionen Besuchern jährlich. Bei der touristischen Entwicklung dieser einmaligen Region mit zwei Nationalparks ist besondere Sensibilität geboten. Diese spiegelt die im letzten Jahr beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz (TVSSW) wider. Mit einem ambitionierten Plan will die Region zum Leuchtturm für sanften Tourismus in Sachsen werden. Am Freitag wurde der nächste Meilenstein erreicht: Den Leistungsträgern wurde ein Praxisleitfaden übergeben, der den Betrieben hilft, mit einfachen Maßnahmen ihre Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern.

Den Leitfaden stellte Yvonne Bethage, Managerin für Nachhaltigen Tourismus beim TVSSW, auf dem 2. Nachhaltigkeitstag in Bad Schandau vor. Sie sagt: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, uns federführend für eine nachhaltige Tourismusentwicklung zu engagieren und den Nachhaltigkeitsprozess zu koordinieren. Mit dem Leitfaden wollen wir so viele Unternehmen wie möglich ermutigen, sich jetzt mit dem Thema auseinanderzusetzen.“

Dabei sei es den Leistungsträgern selbst überlassen, wie weit sie gehen wollen: ob sie die Anregungen für sich interpretieren und nach eigenem Ermessen umsetzen oder sich der Nachhaltigkeitsinitiative des Verbandes anschließen und professionelle Hilfe annehmen. Das Handbuch wird auch ins Tschechische übersetzt und soll insbesondere den Partnern in der Böhmischen Schweiz als Grundlage für die eigene Arbeit in diesem Bereich dienen.

Neben Tipps zum schonenden Umgang mit Ressourcen, zum nachhaltigen Einkaufs- und Personalmanagement, zur Mobilität und zur erfolgreichen Kommunikation enthält der Leitfaden kurze Checklisten. Anhand derer können die Betriebe selbst überprüfen, inwieweit sie bereits nachhaltig wirtschaften und wo sie sich verbessern können.

Beratung, Schulung, Vermarktung: Engagierte Unternehmen werden gefördert

Darüber hinaus bietet der Verband den Unternehmen der Region im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative verschiedene Kooperationsmöglichkeiten an. Touristiker, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, können selbstständig mit dem Leitfaden arbeiten. Wer sich intensiver damit befassen will, ist eingeladen, sich dem Nachhaltigkeitsnetzwerk anzuschließen. Dafür müssen die Unternehmer eine Bestandsaufnahme machen und sich für die nächsten zwölf Monate Ziele setzen. Sie erhalten vom TVSSW eine kostenfreie Vor-Ort-Beratung, können Schulungen und Workshops besuchen, sich mit anderen Leistungsträgern vernetzen und werden beim Finden passender Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt.

Betriebe, die sich zur Verantwortung im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit und zu einem nachhaltigen Umgang mit Umwelt, Gesellschaft und Ressourcen bekennen, können Partner der Nachhaltigkeitsinitiative werden. Sie werden mit einem extra entwickelten Signet in der Kommunikation des Verbandes gekennzeichnet. Dazu müssen sie eine Reihe von Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

„Wir sind der Überzeugung, dass wir nur mit diesem ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz den
Tourismus in unserer Region langfristig auf Erfolgskurs halten können“, sagt Yvonne Bethage. „Unser gemeinsames grundlegendes Ziel ist es, die Sächsische Schweiz als Qualitätsregion zu entwickeln, welche wirtschaftlich langfristig erfolgreich ist, die Landschaft als ihr höchstes touristisches Gut schützt und möglichst viele Menschen in der Region vom Tourismus profitieren
lässt.“

Der Leitfaden „Nachhaltigkeit“ des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz kann unter verband.saechsische-schweiz.de heruntergeladen werden. ■

Umfangreiches Bildarchiv Elbsandsteingebirge:
www.press-area.com

Herausgeber:
Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna
T.: +49 3501 4701-47
E-Mail: info(at)saechsische-schweiz.de
www.saechsische-schweiz.de

Pressekontakt:
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Ostra-Allee 35, 01067 Dresden
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Über den Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.:
Der Tourismusverband Sächsische Schweiz ist ein seit 1991 eingetragener Verein mit Sitz in Pirna/Sachsen. Kernaufgaben sind die Vertretung touristischer Interessen im ehemaligen Landkreis Sächsische Schweiz sowie die überregionale und internationale Vermarktung der Destination Sächsische Schweiz. Aktuell zählt die Organisation etwa 400 Mitglieder und kooperiert mit mehr als 600 Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Privatpersonen.

Über die Tourismusregion Elbsandsteingebirge/Sächsisch-Böhmische Schweiz:
Das Elbsandsteingebirge – bestehend aus Sächsischer und Böhmischer Schweiz – ist eine der spektakulärsten Naturlandschaften Europas. Die grenzüberschreitende Region befindet sich im äußersten Südosten Deutschlands sowie dem Norden Tschechiens und ist nur wenige Kilometer von der sächsischen Landeshauptstadt Dresden entfernt. Die Landschaft fasziniert durch ihren Formenreichtum – mit Tafelbergen, Hochflächen, Felsenriffen, Felsnadeln, Schluchten, Wäldern sowie dem Elbtal. Ein Großteil der insgesamt etwa 710 Quadratkilometer großen Region mit seiner reichen Flora und Fauna ist beiderseits der Grenze als Nationalpark geschützt. Im Süden schließt sich das stark vom Vulkanismus geprägte Böhmische Mittelgebirge mit markanten, kegelförmigen Bergen an. Gemeinsam mit der Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz ergibt sich so ein zusammenhängendes Landschaftsschutzgebiet von etwa 1800 Quadratkilometern.

Ein Projekt der Europäischen Union
Die Tourismusregionen Sächsische Schweiz, Böhmische Schweiz und Böhmisches Mittelgebirge arbeiten im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „Tourismus mit Weitblick – Turistika s výhledem“ zusammen. Es wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert.